30. NOVEMBER 2022 - Bayerische Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialpferderassen e.V.
Karl Mayer aus dem oberbayerischen Polling, seit 1989 Mitglied und Unterstützer des Bayerischen Zuchtverbandes für Kleinpferde und Spezialpferderassen e.V. verstarb Mitte November.
Aus seiner Zuchtstätte stammen viele Originalshetlandponys, sowie seit einigen Jahren Schwarzwälder Kaltblüter. Mit großer Leidenschaft und Engagement stellte er regelmäßig dem Zuchtverband seine Plätze zur Verfügung und erfreute sich über die Prämierungen seiner Pferde. Mit seiner staatsprämierten Stute „Nesaia“ konnte er als erster Züchter des BZVKS an der Bundeskaltblutschau anlässlich der Grünen Woche in Berlin im Jahre 2013 teilnehmen.
Seiner Familie wünschen wir viel Kraft in dieser schweren Zeit.
Nachruf Karl Mayer 🥀 1948 - 2022 ✍️ Verfasser: AVC & G. Schmid „Wahre Züchter denken nicht nur in Generationen sondern züchten auch über mehrere Pferdegenerationen mit ihnen. So auch Karl Mayer aus dem oberbayerischen Polling, dessen Original Shetlandponys auf der uralten N-Linie der berühmten „Black Ones“ von der Ilkahöhe am Starnberger See basierten. Dort hatte man schon vor dem 2. Weltkrieg Shetlandponys gezüchtet und diese im Bayerischen Pferdezuchtverband eintragen lassen, nachdem der bayerische Kleinpferdezuchtverband bzw. seine anfänglich noch selbstständigen und damit auch Zuchtpapiere ausstellenden Regionalverbände erst in 1948 gegründet worden waren. Karl Mayer stammte aus einer kleinen Landwirtschaft am Rande von Polling. Über die Kaltblüter und Haflinger im Dorf und der Familie wurde er bereits frühzeitig mit dem „Züchter-Virus“ infiziert. Über Jahre hinweg war er - ohne je irgend ein Ehrenamt inne zu haben - großzügiger Gastgeber für die zahllosen Eintragungen, Fohlenprämierunen etc. des Bayerischen Zuchtverbands. Als geradliniger, rechtschaffener und fröhlich verschmitzter Züchterkollege konnte man ihn für viele Aktivitäten rund um die Bayerische Ponyzucht begeistern und gewinnen. So war er auch sofort bereit als es in 2007 um die Wiedergründung des oberbayerischen Ponyzuchtverbands ging. Später widmete sich Karl Mayer verstärkt der Zucht von Schwarzwälder Füchsen, einer etwas leichteren Kaltblutrasse aus dem Südwesten Deutschlands. Keine Mühen und Wege scheuend schaffte er sich hier einen Züchternamen, der weit vor der Mode dieser Rasse zu leuchten begann und krönte es mit seiner selbstgezogenen Schwarzwälder Fuchs-Stute „Nesaja“, mit der er sogar auf der FN-Bundesstutenschau an der Grünen Woche in Berlin in 2013 erfolgreich teilnahm. Mitte November 2022 verstarb Karl Mayer nach längerer Krankheit. Wir werden ihn in dankbarer und ehrenhafter Erinnerung behalten. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Frau Maria und seiner Familie für einen kleinen und bescheidenen Züchterkollegen mit großem Charakter.“