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(2011) Pressemitteilung zur Stutbuchaufnahme Kaltblut und Kleinpferde 2011.pdf
(2011) Stutbuchaufnahme Schwarzwälder Kaltblut 2011 - Auswertung nach Hengsten.pdf
(2011) Stutbuchaufnahme Schwarzwälder Kaltblut 2011 - Auswertung nach Orten.pdf
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(2011) Pressemitteilung z
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(2011) Stutbuchaufnahme S
(2011) Stutbuchaufnahme S
ST. MÄRGEN. "Wie viel Erbgut prägt meine Stute?" Alljährlich beschäftigt diese Frage im Frühjahr die Züchter des Schwarzwälder Kaltblutpferdes (SWK) zur Stutbuchaufnahme. Das Ergebnis entscheidet über ihren Zuchtwert, es lautete: einmal 47 Punkte, einmal 46, dreimal 45, weitere fünf Stuten zwischen 44,5 und 43 Punkten. Die Tochter des Hengstes "Wildhüter" und der STP (staatsprämierten) Zuchtstute "Fichte", "Farah", setzte sich mit 47 Punkten an die Spitze, sehr zur Freude ihres Züchters Primus Hock aus Schonach. 46 Punkte erreichte die Wildhüter-Tochter "Isabell" (Mutterstute Ilena von Elitehengst Montan), gezüchtet von Klaus Tritschler, Titisee. Jeweils 45 Punkte für Stute "Heide" (Vater Leistungshengst (LH) Modem; Mutter: STP Hesther von Elitehengst EH "Moritz"), gezüchtet von Christina und Alfred Laubis, Titisee-Neustadt; Stute "Hilde" (Vater LH Modem, Mutter Ramona von EH Retter), Besitzer Karl Staiger, St. Georgen, und Stute "Eveline" (Vater Meran, Mutter Elfi von EH Feldsee), Züchter ist Christoph Degenkolbe. Von 43 bis 39 Punkten reichte die Bewertungsbreite.
24 junge Pferdedamen zeigten sich zum Termin in der Weißtannenhalle, ihr Puls ähnlich in die Höhe getrieben wie der ihrer Besitzer. Aufregend war die aufwendige frühe "Morgentoilette" (glänzendes Fell, eingeflochtene Mähnen, gepflegte Hufe), die Anreise im Hänger – die längste bewerkstelligte Familie Degenkolbe aus dem Erzgebirgischen Oelsnitz – und natürlich die Begegnung mit all den Artgenossinnen an einem fremden Ort. Dort wartete auch noch ein provisorischer Halleneingang auf die Prüflinge, wo es über eine Schwelle ging – vorzugsweise im Sprung passierten sie die Stuten. Mit ausführlicher Musterung der jungen Damen ab zweieinhalb Jahren begann die Bewertung auf weichem Hallenboden: Vorstellen vor den Richtern längs einer hölzernen Begrenzungsmarkierung, Schritt und Trab an der Hand eines Züchters oder trainierter Jungzüchter des Verbandes, danach auch freilaufend – einfangen lassen, endlich fertig. Fast, denn ausgangs wartete wieder diese Schwelle. Zwischendurch fassten Landeszuchtleiter Manfred Weber vom Haupt- und Landgestüt Marbach und Richter Wilhelm Kuri aus Waldkirch-Kohlenbach, Vorsitzender des Bezirksvereins Mittlerer Schwarzwald, das jeweilige Ergebnis zusammen. Bewertungskategorien waren etwa: "Passen die Körperproportionen, bewegt sie sich losgelassen in Schritt und Trab? Wie zeigt sie sich charakterlich?" Züchter und Zuschauer diskutierten eifrig. Mit einer Austauschgruppe ausländischer Pferdewirte in Ausbildung notierte der stellvertretende Gestütsleiter, Thomas Raue, seine Beobachtungen.
Drei "Ringe" (Abteilungen) bildeten die nach ihren Hengstvätern eingruppierten Jungstuten (eine davon schied aus). Am Ende bewertete Zuchtleiter Weber das Stutenlot als "überwiegend sehr gute Kollektion mit breiter Spitze; kaltbluttypisch mit Rumpftiefe, Kaliber, guten Körperpartien, breiter Kruppe und korrekten Gliedmaßen". Besonders der dritte Ring zeigte große Einheitlichkeit. Zwischen 148 und 157 Zentimetern die Größe der Kaltblüterinnen, bei 193 bis 205 Zentimetern Umfang und 18,5 bis 20,5 Fesselmaß. Weit weniger gut schnitten etliche Vorführer ab durch schlechtes Auftrensen, Führen und dem Unvermögen, mit dem Pferd Schritt zu halten.